Evermore Laboratory ist kein Spielestudio. Es ist ein Ort, um eine einzige Frage immer wieder zu stellen: Wie viel von einer lebendigen Welt kann sich selbst erschaffen, wenn man nur die Bedingungen setzt und einen Schritt zurücktritt?
Ich schreibe hier keine Geschichten. Ich schreibe die Regeln — Hunger, Feuer, Schutz, das Gewicht eines Steinwerkzeugs gegen die Härte des Holzes — und dann sehe ich zu, was die Bewohner damit anfangen. Das Interessante soll aus Versehen geschehen.
Ich verstehe mich weniger als Entwickler und mehr als Verwalter eines Systems, das ich nicht vollständig kontrolliere. Die Welt läuft, ich beobachte, ich justiere, und ich dokumentiere, was ich finde. Manche Experimente werden gelingen. Viele nicht. Genau diese Unterscheidung ist der ganze Sinn — ein Labor definiert sich nicht über seine Ergebnisse, sondern über die Ehrlichkeit seiner Methode.
Das ist ein langes Projekt, gemessen in Jahren, nicht in Releases. Es gibt keine Ziellinie zu überqueren, nur ein System, das weiterwächst, und eine Frage, die weitergestellt wird. Wenn eine Siedlung steinzeitlicher Agenten eines Tages überlebt, streitet, baut und ihre eigenen Pfade ins Gras tritt, ohne dass meine Hand irgendetwas davon lenkt — dann hat das Labor seine Arbeit getan.